Jetzt nehme ich euch einmal kurz in unsere Tiefgarage mit, ihr werdet es nicht glauben - Was für ein Anblick! Da parkt seelenruhig ein kleiner Fiat 500 mit BN-Kennzeichen (Baden bei Wien). Fast so, als wäre er nur kurz zum Heurigen um die Ecke gefahren, dabei hat der Kleine wohl einen heldenhaften Roadtrip hinter sich, stolze 2.780 Kilometer! Wer seinen Fiat von Baden nach Calahonda fährt, braucht viel Sitzfleisch, eine extrem gute Playlist und eine riesige Portion Humor - Respekt! Und an dieser Stelle sei allen Skeptikern gesagt: seht ihr, auch ein kleines Auto schafft lange Strecken!! 😉
Ich erspare euch einen neuerlichen Wetterbericht, alles unverändert. Dieses Atlantiktief hat wohl vergessen, dass es hier an der Costa del Sol nur eine Stippvisite machen wollte, oder wie man in Spanien sagt: una vista rápida. Doch kaum verkriechen wir uns aufs Sofa, reißt draußen der Himmel auf, die Sonne knallt raus und zwinkert uns unschuldig zu: "Was? Sturm? Regen? ICH??? Nie gehört!" Aber das ist eine Falle, wir sind mitten im Wetter-Roulette, wobei die Wettprognosen eher beim TIEF liegen. Manchmal ist es so, dass die Sonne glänzt, das Meer türkis leuchtet und wir vergessen fast, dass wir vor 10 Minuten noch Angst hatten, dass unsere Terrassenmöbel verweht werden. Kurz gesagt: Wir genießen die Lichtblicke, aber behalten die Fluchtroute nach drinnen fest im Blick! ☀️🌦️🧤
Wir nützen also die Regenpausen für Spaziergänge am Strand und haben uns angewohnt nach allen "en venta" und "en alquiler" Ausschau zu halten. Ein unterhaltsames "Immobilien-Shopping", während andere Muscheln sammeln, sammeln wir Telefonnummern von Maklern - das nenne ich mal effizientes Strandwandern! 😂Eine Marktanalyse für unseren nächsten Besuch, man weiß ja nie, wir werden wohl nicht das letzte Mal hier sein.
Durch Zufall stießen wir dann auf "Martín", der hier eine Wohnung in erster Strandreihe besitzt. Diese soll im kommenden Herbst komplett saniert werden und wir überlegen schon, ob wir uns diese nicht gleich für nächstes Jahr reservieren sollen?? Die perfekte Strategie: Wenn das Atlantiktief 2027 wieder anklopft, sitzen wir bei Martín hinter dreifach verglasten Fensterscheiben in einem komplett sanierten Appartement, nippen an unserem Rioja und lachen dem Sturm ins Gesicht.
Hier noch eine kleine "Alltagsanekdote" - oder eine Geschichte darüber, wie unterschiedlich wir ticken:
Maik, gefühlsmäßig eher im "Indiana Jones-Modus", ich hingegen eher "Titanic" (nur ohne Orchester). Der seit Tagen (oder Wochen?) immer wiederkehrende Regen hat aufgehört, aber die Straßen schauen teilweise aus wie in einem Katastrophenfilm (ok, ok, vielleicht war es bei uns auch nur ein kleines Teilstück einer kleinen Straße) Aber immerhin wurde es bei Google Maps mit "Achtung, Straßensperre!" gekennzeichnet. Wir kommen also an der Stelle an und was tut Maik? Anstatt umzudrehen, sieht er es als willkommene Abwechslung und meint, "Was Google Maps Sperrung nennt, nenne ich eine Empfehlung für mehr Schwung!". Ich halte mich krampfhaft am Türgriff fest und schreibe gedanklich schon Abschiedsbriefe. 😱Im Geiste sehe ich uns schon flussabwärts Richtung Meer treiben. ER neben mir meint nur: "Ach Schatz, wir haben Allrad und genug PS, entspann dich!" Nachdem wir wie durch ein Wunder die Fluten und danach auch den Schlammgraben überwunden haben, dachte Maik wahrscheinlich "Geil, endlich konnte sich das Auto artgerecht bewegen!" Mein Fazit: Wir sind entkommen, das Auto ist schmutzig, mein Adrenalinspiegel irgendwo im nirgendwo. Sein Fazit: War doch gar nichts, du kannst in deinem Bog jetzt offiziell verkünden: Du bist ein Hosenscheisser! 🙄🤣🤣🤣
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