Nicht weit von uns befindet sich die Stadt Fuengirola. Obwohl sie 85.000 Einwohner hat, ist sie flächenmäßig eine der kleinsten Städte Spaniens. Da wurde oft mehr in die Höhe als in die Breite gebaut, wie mir an manchen Stellen nicht so positiv ins Auge gesprungen ist. Obwohl nach genauerem Hinschauen muss ich das revidieren, es gibt viele belebte und quirlige Plätzchen und für Sonnenanbeter ist es ein Paradies! Acht Kilometer Strand, auf der einen Seite das glitzernde Mittelmeer und auf der anderen wird der Paseo Marítimo zur längsten Fitness-Meile der Costa del Sol. Hier trainierst du nicht in einer muffigen Box, sondern in der ersten Reihe fußfrei. Die Geräte? Blitzblank, salzwasserresistent und bereit für deine Performance. Und das Workout-Selfie dort ist reine Poesie. Es reicht völlig, sich drei Minuten lang mit heroischem Blick an die Klimmzugstange zu hängen, während im Hintergrund die Sonne auf den Wellen tanzt. Das ist kein Training, das ist purer Lifestyle!
Doch die Stadt hat noch mehr zu bieten! Diese moderne, lebendige Stadt, die aus einem ehemaligen Fischerdorf entstand, hat auch eine bewegte Geschichte! "Fuen" steht für die stolze Festung (erbaut 956) und "Girola" ist eine Hommage an die Fischerboote der Küste. Eine Stadt mit Festung! Da muss sich das "Kufsteiner Herz" doch gleich wohl fühlen! Die Festung Sohail (Castillo de Sohail) wechselte oft seine "Besitzer" - erst die Phönizer, dann die Römer, später die Mauren, dann kamen auch noch die katholischen Könige, die alles ziemlich ramponiert zurückgelassen haben. Im Jahre 1730 wurde sie dann wieder schick gemacht - hauptsächlich zur Verteidigung gegen die Schmuggeleien der Briten. Die Festung war ein idealer Beobachtungsposten, um diesen unkontrollierten Handel mit den Briten zu unterbinden.
Heute fliegen keine Kanonenkugeln mehr, sondern dient die Festung als spektakuläre Kulisse für Open-Air-Konzerte.
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