Wir testen wieder einmal einen neuen Golfplatz. Der Tramores Golf Course ist einer von drei Plätzen des Anantara Villa Padierna Golf Resorts in der Nähe von Marbella. (Nicht nur, dass er leicht abseits der beiden anderen Plätze Flamingos und Alferini liegt, kam er mir an manchen Stellen auch stiefmütterlich behandelte vor) Es ist ein Par-63-Platz und somit kürzer als ein Standard-Kurs. Inklusive Fotosessions, Blödeln und Schmusen schafft man ihn zu Fuß leicht in 3 1/2 Stunden (außer jene, die ewig nach ihren Bällen suchen müssen). Bei den Beschreibungen findet man immer wieder "ideal zur Perfektionierung ihres kurzen Spiels, aber technisch sehr anspruchsvoll!" Oh ja! Er verlangt Präzision und Genauigkeit.
Und das merkst du schnell! Stell dir vor, du stehst an Loch 1 und denkst, irgendwas schaut da komisch aus?! Ein Par 3, das so steil bergab geht, dass man fast ein Kletterseil braucht. 45 Grad Gefälle! Da steh ich jetzt mit dem Schläger in der Hand und frage mich: „Nehm ich das Sand Wedge? Das Pitching Wedge? Oder werf ich den Ball einfach nur vorsichtig runter?“ Maik fackelt nicht lange, zieht das Lobwedge – und schwups, landet das Ding trotzdem noch zu weit. Willkommen auf Tramores! ⛳️
Wir haben noch nie eine Runde mit so vielen Par 3 gespielt, insgesamt 10 Bahnen!! Und einige davon wesentlich höher als lang. Die Grüns sind so schmal und die Bahnen so eng, dass sogar meine neue Garmin-Uhr kapituliert hat. Wenn dir das Display 187 Meter anzeigt, obwohl die Fahne fast vor deiner Nase steht (echte 77 Meter), weißt du: Hier ist heute alles ein bisschen anders. Wer nicht schnurgerade schlägt, geht auf Schatzsuche. Die Büsche dort sind wahre Ball-Magneten. Man findet zwar seinen eigenen meistens nicht mehr, kommt aber dafür mit drei fremden Fundstücken zurück. Effizienz pur! 🐣
Aber alles total entspannt. Herzlicher Empfang, keine steifen Etiketten – wer fertig ist, spielt einfach los.
Es war eine schnelle, unterhaltsame, aber technisch sehr herausfordernde Alternative, uns hats gefallen. Vor allem Maik erklärte den Kurs zu seinem Lieblingsplatz, weil er mit einem Score von -1 nach Hause fuhr. Mit dieser Super-Runde hätte er es in dem Resort wohl in die Hall of Fame geschafft! 👏👏👍
Bei der Rückfahrt springt es mir wieder ins Auge, wo immer du hinschaust, überall findest du einen Golfplatz! Ja, das ist die Costa del Golf in ihrer reinsten Form: Egal ob du rechts, links oder in den Rückspiegel schaust - überall wehen Fahnen im Wind. Man könnte fast meinen, die Spanier hätten das Wort "Landschaft" einfach durch Fairway ersetzt.
Wir suchen nach dem perfekten Platz für einen gemütlichen Kaffee mit Meerblick. Durch Zufall landen wir am Playa San Pedro an der Strandpromenade. Ich glaube fast, es ist egal, wo du deinen Stopp am Meer machst, es ist einfach überall wunderschön hier! In San Pedro de Alcántara gibt es glücklicherweise noch Ecken, die den Marbella-Schickimicki-Faktor charmant ignorieren, wenngleich auch hier das "Sehen und gesehen werden" an der Promenade stark ausgeprägt ist.
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Kommentare
Schee seht ihr aus.
Senta@ wieder ein toller Bericht.
Gratulation.
Freue mich auf die nächsten Schreibereien.
Schade, dass wir nicht mehr dabei sind.
Viel Spaß für Euch.
Ja Peter, wir vermissen euch 😘