Und wieder ein "Golfabenteuer" hinter uns. Im Atalaya Golf & Country Club. Der 1968 eröffnete Old Course macht ihn zu einem der ältesten und prestigeträchtigsten Clubs an der Küste. Der New Course, für den wir uns entschieden haben, wurde 1990 hinzugefügt. Zusätzlich verfügt der Club über die erste Trackman Driving Range an der Costa del Sol mit insgesamt 52 Abschlagsplätzen, 44 davon sind mit Trackman-Touchscreens ausgestattet. (wovon einer von uns sehr begeistert war...)
Während viele Plätze an der Costa del Sol eher wie Vorgärten für Apartmentkomplexe wirken, ist der Atalaya New Course ein echtes Naturkind. Hier schlägst du nicht zwischen Häuserfassaden ab, sondern inmitten einer natürlichen Kulisse, behutsam in die Landschaft eingebettet. Und einige Abschläge sind fantastische Aussichtspunkte, bei gutem Wetter kannst du die markante Silhouette von Gibraltar erkennen. Die Fairways sind wellig und fordern ein präzises Spiel. Von der Länge her ist er kein "Monster", aber er bestraft Übermut und belohnt Köpfchen. Der New Course zeigt schnell seine Zähne: Wer zu viel riskiert und die mutige Tiger-Line wählt, wird manchmal mit der Suche im Unterholz bestraft – selbst bei vermeintlich perfekten Schlägen. (und ihr könnt mir glauben: Maiks Schlag war wirklich perfekt!) Doch dann gab es diesen einen Moment puren Golf-Wahnsinns: Maik hämmerte seinen Abschlag an einem Par 4 direkt mit dem ersten Schlag auf das Grün! Ein Eagle blieb ihm zwar verwehrt, aber mit einem souveränen Birdie im Bag lässt sich definitiv leichter über den vorher verlorenen Ball hinwegsehen.
Wir haben viele unterschiedliche Meinungen über den Platz gehört, offenbar spaltet der New Course die Gemüter, aber das macht wohl auch den Reiz aus. Viele jammern darüber, er sei zu "tricky" durch die teils blinden Schläge und engen Bahnen. Manchen ist er zu anstrengend, weil er so hügelig ist (wir sind es gewohnt). Kurz gesagt: Der Old Course ist der flache, prestigeträchtige Klassiker, aber der New Course ist der Platz mit dem "Abenteuer-Faktor".
Und wir? Wir mochten den Platz! Und würden ihn jederzeit wieder spielen!
Dabei fällt mir am Rande noch eine immer wiederkehrende Golfanekdote ein:
Gestatten? Maik, der Robin Hood des Fairways. 🏹⛳️ Während er eigentlich seine Konzentration penibel auf sein Spiel richten will, schweift er immer wieder zu einer ganz anderen Mission ab: Sein Motto lautet plötzlich „Kein Ball bleibt zurück!“ Er mutiert zum Rettungsdienst für alle älteren Flight-Partner, die das Pech (oder das Unvermögen) gepachtet haben. Sobald ein Ball irgendwo verschwindet, läuft Maik los, er klettert auf Hügel, krabbelt in Mulden und fischt in Tümpeln herum. Er bringt auch tatsächlich die meisten Bälle wieder zurück! Mit dem Stolz eines Jagdhundes überreicht er dem rechtmäßigen Besitzer das Fundstück. Doch kaum ist die Heldentat vollbracht, flucht er leise über seine verlorene Konzentration.🤦♀️Sein Fokus - verschwunden im Unterholz! Sein Score? Im Keller! Ja, ein wahrer Rächer der schlechten Schläge, der Retter der verlorenen Seelen, ... äh, Bälle! Und hinterher fragt er sich, warum er nicht einfach wie jeder andere normale Mensch wegschaut und sich nur auf sein eigenes Spiel konzentriert? - was er ja von mir auch immer verlangt, wenn ich mich von "Hinz und Kunz" ablenken lasse, oder von einem Regenwurm, der exakt in dem Moment hervorlugt, wenn ich abschlagen will?😄
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